Die Geschäftsführerin steht am Fenster und lächelt in die Kamera

Gabriela de Vries bringt frischen Wind in die IGGH

Die IGGH begrüsst ihre neue Geschäftsführerin: Gabriela de Vries aus Biel übernimmt die Leitung. Wer ihr begegnet, trifft auf eine zugewandte Persönlichkeit mit klarem Blick und einer Vorliebe für das Verbindende.

Für Gabriela steht fest: Ihre Tätigkeit soll Wirkung haben. Dabei gilt es, Bewährtes zu stärken und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. Mit Neugier, Bodenhaftung und der Überzeugung, dass eine Organisation sich stetig verbessern kann – und muss.

Ein besonderes Anliegen ist ihr, ein offenes Ohr für die Ansprüche und Bedürfnisse aller Anspruchsgruppen zu haben. Der neu gewählte Präsident Cyril Haudenschild und die ebenfalls neuen Vorstandsmitglieder können mit Gabriela auf eine in Vereins- und Vorstandsgeschäften versierte Geschäftsführerin bauen.

Im Rucksack bringt sie langjährige Erfahrung in verschiedenen Führungsfunktionen im NPO-Bereich mit. Gabrielas Werdegang in Übersetzung, Dolmetschen und Bildungsmanagement prägt ihre Arbeit ebenso wie ihr Engagement für gesellschaftliche Anliegen. Zentral ist für sie, dass sie sich als hörende Geschäftsführerin in den Dienst der gehörlosen und hörbehinderten Betroffenen und ihrer Forderungen und Bedürfnisse stellt.

Es ist ihr ein grosses Anliegen, das Bildungsangebot für hörbehinderte Menschen weiter zu sichern und zu entwickeln. Und nicht zuletzt möchte Gabriela auch die Geschäftsstelle weiter stärken – dazu gehören für sie auch ein gutes Arbeitsklima und attraktive Arbeitsbedingungen.

«Umwege erweitern die Ortskenntnis». Dieses Zitat von Kurt Tucholsky ist so etwas wie Gabrielas Lebensmotto: Sie ist in Deutschland aufgewachsen, hat in Uruguay (Südamerika) studiert und ihre Familie gegründet und lebt nun seit 18 Jahren in der Schweiz. Privat ist Gabriela gern im Austausch mit Menschen. Sie liebt Musik und singt gern. Wie wohl die meisten Mütter ist sie besonders stolz auf ihre beiden Kinder, die mittlerweile junge Erwachsene sind. Sie ist zweisprachig Deutsch–Spanisch aufgewachsen, spricht weitere vier Sprachen und lernt zurzeit die deutschschweizerische Gebärdensprache auf Niveau A2.1.

Befragung der SBB: Wie barrierefrei sind die Smart Information Displays?


Die Fachkommission HöV bedankt sich für die vielen Anfragen und schliesst diesen Aufruf.

In kleineren Bahnhöfen der SBB stehen zwei Meter hohe Anzeigen. Genau diese Smart Information Displays überprüft die SBB nun mit einer Studie. Dafür führt sie vor Ort eine Befragung von Reisenden durch. Wie benutzerfreundlich sind die Anzeigen, und welche Bedürfnisse haben gehörlose und hörbehinderte Reisende? Dafür sucht die SBB zwei gehörlose oder hörbehinderte Reisende für die Umfrage.

Die Befragung dauert 90 Minuten und findet im Bahnhof Biel an den Montagen, 3. und 17. August 2026, sowie am Donnerstag, 20. August 2026, jeweils zwischen 9 und 16.30 Uhr statt, nach Vereinbarung mit den SBB.

Die Teilnehmenden erhalten eine Entschädigung von 150 Franken. Eine Gebärdensprachdolmetschende steht zur Verfügung.

Die Smart Information Display sind die Antwort der SBB auf eine Forderung der Fachkommission Hörbehinderte im öffentlichen Verkehr. In kleinen und mittleren Bahnhöfen gab es zuvor oft nur Lautsprecher, aber keine schriftliche Fahrgastinformation. Seit 2020 wurden alle kleineren Bahnhöfe mit Smart Information Displays ausgerüstet. Nun folgt die erste Überprüfung dieser Anzeigen. Enthalten sie wirklich alle Informationen und Störungsmeldungen? Wo bestehen noch Lücken?

Die Fachkommission HöV wird von den drei Verbänden Pro Audito Schweiz, Schweizerischer Gehörlosenbund SGB-FSS und Schweizerischer Hörbehindertenverband Sonos getragen. FoRom écoute unterstützt sie mit.

Update: Die Fachkommission HöV bedankt sich für die vielen Anfragen und beendet diesen Aufruf.

Interessiert? Dann wenden Sie sich an Victor Senn, Leiter der Fachkommission HöV: victor.senn@nullfkhoev.ch

Foto: Victor Senn

 

 

Abstimmung am 14. Juni 2026: Erklärvideo des Kantons Bern

Für die kantonale Abstimmung vom 14. Juni 2026 stellt der Kanton Bern erstmals Erklärvideos in Gebärdensprache zur Verfügung. Hier ist das erste Video zur Vorlage über den Projektierungskredit für das Kunstmuseum Bern.

Die Videos sind in schweizerdeutscher Gebärdensprache sowie in französischer Gebärdensprache verfügbar. Dieses Angebot stärkt die politische Partizipation von gehörlosen und hörbehinderten Menschen und unterstützt eine freie Meinungsbildung im Sinn der Behindertengleichstellung und der UNO-Behindertenrechtskonvention.

Besonders relevant ist die angekündigte Perspektive: Die Staatskanzlei des Kantons Bern plant, künftig alle Erklärvideos zu kantonalen Abstimmungsvorlagen in diesen Gebärdensprachen bereitzustellen.

Link zu www.be.ch/abstimmungen

Logo der Berner Kantonalen Behindertenkonferenz (BKBK). Links ist ein stilisiertes, abstraktes Symbol in Blau und Rot zu sehen, das Bewegung, Vernetzung und Vielfalt andeutet. Rechts steht der Schriftzug «Berner Kantonale Behindertenkonferenz» in schwarzer Schrift, darunter kleiner «Kanton Bern». Das Logo wirkt modern, klar und sachlich.

Neubesetzung im Präsidium der Behindertenkonferenz Kanton Bern

Die Behindertenkonferenz Kanton Bern (BKKB) sucht eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten. Nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt von Mario Renz übernimmt Vorstandsmitglied Emmanuelle Bigler das Präsidium interimistisch, bis eine Nachfolge gewählt ist.

Gesucht wird eine engagierte Persönlichkeit mit Führungserfahrung, Verständnis für Behindertenpolitik und Freude an Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Der zeitliche Aufwand liegt bei rund 5 bis 10 Prozent. Die Funktion wird entschädigt.

PDF Stellenbeschrieb Präsidium BKKB

Webseite der BKKB

Generationenwechsel bei der IGGH: Abschiede und ein neuer Vorstand

Die Mitgliederversammlung der IGGH vom 5. Mai 2026 im Hotel Kreuz Bern war nicht einfach ein offizieller Jahresanlass, sondern ein Abend voller Empathie, interessanter Rückblicke, herzlicher Verabschiedungen und neuer Aufbrüche.

Präsident Theo Juker führte mit gewohnt ruhiger und humorvoller Art durch den Abend. Der Rückblick auf 2025 zeigte, wie vielfältig die Aktivitäten der IGGH waren. Eine grosse Neuentwicklung war das neue Online-Höranlagenverzeichnis, das am 16. Juni 2025 offiziell veröffentlicht wurde. Ebenfalls in Erinnerung blieben die kulturellen Zugänge während der internationalen Woche «Tag der Gebärdensprache» im September 2025, darunter die Filmpremiere «Der Natur zuhören» im Kinemathek Lichtspiel sowie die Westschweizer Compagnie Théâtrale Edelweiss mit ihrem Stück «Inévitable/Unvermeidlich», das in französischer Gebärdensprache eine bewegte Liebesgeschichte erzählte.

Die Kollektivmitglieder genehmigten den Jahresbericht, die Jahresrechnung und den Revisionsbericht. Gleichzeitig richtete sich der Blick nach vorne: Die Kollektivmitglieder wählten Cyril Haudenschild, bisher Mitglied des Vorstands, zum Präsidenten. Neu nehmen Einsitz im Vorstand: Emilia Fiebelkorn, Fabia Elea Defuns, Tanja Mereu, Stefan Wegmüller und Helmut Zemp. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin Gabriela de Vries übernimmt ein frisches Team nun Verantwortung für die Zukunft der IGGH.

Besonders berührend verliefen die Verabschiedungen von Beat Ledermann, Christine Bütikofer, Giuseppe Ferrante und Theo Juker, der zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. Theo Juker prägte die IGGH über viele Jahre entscheidend mit. In seiner Abschiedsrede erinnerte er an den Aufbau neuer Strukturen, den Umzug ins Siemenshaus, neue Partnerschaften und zahlreiche Projekte.

Nach über 12 Jahren verabschiedete sich auch die langjährige Geschäftsführerin Brigitte Schökle. Sie erinnerte sich an den erfolgreichen Aufbau kultureller Zugänge, an ihren langen Einsitz in der Fachkommission «Hörbehinderte im öffentlichen Verkehr» (HöV) und bei der SBB Facharbeitsgruppe Kundeninformation, an Herausforderungen etwa in der Coronazeit. Sie ist stolz darauf, wie stark sich die IGGH in den vergangenen Jahren verändert und professionalisiert hat. Für ihr ausserordentliches Engagement ernannten die Kollektivmitglieder auch sie zum Ehrenmitglied der IGGH.

PDF genehmigter Jahresbericht 2025

 

Fotos: fotobeatrice_laupen

Neuer Jahresbericht 2025 der IGGH veröffentlicht

Ob neues Höranlagenverzeichnis, politische Vorstösse zur Gleichstellung oder vielfältige Sensibilisierungsarbeit – der Jahresbericht 2025 zeigt ein intensives Jahr voller Engagement.

PDF Jahresbericht 2025

Die Geschäftsführerin steht am Fenster und lächelt in die Kamera

Gabriela de Vries, Geschäftsführerin

gabriela.devries@nulliggh.ch

Wähle Selbstvertreter:innen für die Behindertensession im Bundeshaus!

Wir tragen unsere Forderungen ins Bundeshaus. An der Behindertensession vom 21. Oktober 2026 präsentieren 44 behinderte Parlamentarier:innen ihre Anliegen. Diese 44 Sitze entsprechen genau dem Bevölkerungsanteil von Menschen mit Behinderungen in der Schweiz.

Zur Wahl stehen insgesamt 200 Selbstvertreter:innen, so viele wie es Sitze im Nationalrat gibt. Darunter befinden sich auch hörbehinderte und gehörlose Kandidat:innen, etwa Cyril Haudenschild, neuer Präsident der IGGH.

  • Hadja a Marca-Kaba JU
  • Guillaume Romain Muzzin VD
  • Tatjana Binggeli AG
  • Monika Hänni BE
  • Cyril Steven Haudenschild BE
  • Ilker Alan GL
  • Silvio Zgraggen ZG
  • Patricia Arn ZH
  • Renée Smits ZH
  • Marinus Spiller ZH
  • Joel Toggenburger ZH

Jetzt online wählen und mitentscheiden.

Foto: Parlamentsdienste 3003 Bern
Gebärdensprachkurs mit vier Teilnehmenden und einem jungen Lehrer, der einer Teilnehmerin eine Handgebärde korrigiert.

Neue Gebärdensprachkurse, auch Online

Ende April 2026 starten neue Gebärdensprachkurse in Bern oder online. Angeboten werden die Kurse vom Verband der Schweizerischen Volkshochschulen in Kooperation mit dem Schweizerischen Gehörlosenbund SGB-FSS.

Weitere Informationen zu den Gebärdensprachkursen

Von links: Christoph Künzler, Ehrenpräsident, und die neue Präsidentin Antoinette v. Werdt

Antoinette v. Werdt wird Präsidentin von Pro Audito Bern

Es war ein Nachmittag voller Veränderungen und berührender Momente. Mit grosser Wertschätzung verfolgten die Anwesenden die Verabschiedung von Christoph Künzler bei Pro Audito Bern. Nach 24 Jahren wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt, begleitet von einer warmen Laudatio von Othmar Lehmann. Auch Therese Künzler erhielt als Ehrenmitglied besonderen Zuspruch. Othmar selbst durfte sich über den Titel des Ehren-Vizepräsidenten freuen.

Die Wahl von Antoinette v. Werdt zur neuen Präsidentin verleiht Pro Audito Bern spürbar frischen Schwung. In ihrer Ansprache erzählte sie von ihrem persönlichen Weg, der mit «Jugehörig» begann und sie über viele Jahre engagierter Arbeit, auch im Vorstand der IGGH, nun in dieses Amt führt. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Besonders eindrücklich war der Auftritt unseres Präsidenten Theo Juker, der sich vor allen Anwesenden verabschiedete und die langjährige Zusammenarbeit mit Pro Audito Bern würdigte. Ebenso bewegend war die Verabschiedung von Brigitte Schökle, unserer langjährigen Geschäftsführerin, die die IGGH über viele Jahre hinweg mit grossem Engagement geprägt hat. In ihrer Rede erzählte sie, wie sie im Laufe der Zeit stets grosse Flexibilität und bemerkenswertes Anpassungsvermögen in der Zusammenarbeit mit Pro Audito Bern gezeigt hat. Sie wird ihre Aufgabe noch bis Ende Mai 2026 weiterführen.

Weitere Details und Bildergalerie auf der Webseite von Pro Audito Bern

Foto: Pro Audito Bern