Liva Spitex sucht gebärdensprachkompetente Mitarbeitende

Die livA spitex sucht im Berner Oberland Pflegefachpersonen HF, Fachpersonen Gesundheit und Pflegehelfende mit Kenntnissen in Gebärdensprache oder Erfahrung im Umgang mit gehörlosen Menschen. Faire Entlöhnung, regelmässige Beratung und Teamarbeit mit Gestaltungsspielraum.

Bewerbungen an livaspitex@nullhin.ch.

Kontakt: Serafine Duss, 077 287 97 69 (DSGS, selbst gehörlos).

Stelleninserat livA spitex_Bern

Eine größere Gruppe von Personen befindet sich in einem hell beleuchteten Raum mit Holzboden und hohen Deckenbalken. Sie stehen in mehreren Reihen nebeneinander und bewegen sich gemeinsam, als ob sie tanzen oder eine Schrittübung ausführen. Von der Decke hängen runde Lampen, und farbiges Licht in Grün und Violett beleuchtet Teile der Wände. Im Hintergrund sind Fenster, Sitzbänke und weitere Personen zu sehen, die ebenfalls an der Aktivität teilnehmen.

Neue Kurse im Herbst: Jetzt anmelden

Der Herbst bringt bei der IGGH ein volles Kursprogramm mit sich, und die Anmeldefristen laufen schon. Ob Sie Lippenlesen üben, das Tanzbein schwingen oder im Notfall richtig reagieren möchten: Für Sie ist bestimmt etwas dabei.

Hier sind die Kurse mit Anmeldefrist im September und Oktober:

Hörtraining mit Lippenlesen
Ab Mitte Oktober an mehreren Standorten, unter anderem in Bern, Biel, Huttwil, Langenthal und Langnau im Emmental. Anmeldeschluss: 13. September 2026.

Line Dance
Freitags ab 16. Oktober in der Tanzlounge Bern. Anmeldeschluss: 13. September 2026.

Seniorenturnen für Gehörlose und Hörbehinderte 60+
Ab 12. Oktober in Münchenbuchsee. Anmeldeschluss: 13. September 2026.

Nothelferkurs
Am 21. November 2026 im Siemenshaus Bern. Anmeldeschluss: 25. Oktober 2026.

Ein Klick auf den Kursnamen, und Sie landen direkt bei der Anmeldung. Wir freuen uns auf Sie.

Blitz und Donner am eigenen Körper: «Luminous Pulse» im Stadttheater Bern

Am Freitagnachmittag, den 4. September 2026, füllte sich die Mansarde im Stadttheater Bern. Um 16.30 Uhr begann das Einführungsgespräch, eine halbe Stunde vor dem Konzert «Luminous Pulse».

Cyril Haudenschild stand vor dem Publikum. Er ist Deaf Interpreter und erklärte, was die Zuschauenden erwartet: Diese Vorführung lässt sich mit mehreren Sinnen erleben. Visuell, durch seine Gebärdensprache und durch wechselnde Licht-Stimmungen auf der Bühne. Am Körper, durch eine Vibrationsweste. Oder ganz ruhig, an einem der riesigen beleuchteten Bälle: zwei Meter im Durchmesser, zum Anlehnen gemacht, mit Vibrationen, die man spüren kann. Und wer will, hört vielleicht sogar etwas dazu.

Ein Blitz zischt durch den Raum. Urgewalten entladen sich in Bassvibrationen, so intensiv, dass sie einen fast vom Stuhl werfen. Dann werden die Töne sachte: Aus der Klarinette steigen suchende, leise Töne empor. Kaum sind sie da, deckt sie ein elektronischer Klangteppich schon wieder zu.

Auch ein Cello kann fauchen. Das zeigte die Cellistin eindrücklich, mit beleuchteten Bögen, die im Dunkel der Mansarde helle Spuren zogen. So spielten Klarinette, Cello und Klangmixer sich das Motto des diesjährigen Musikfestivals Bern zu: «Blitz».

Auch der Fernsehsender Telebärn war da. Das Team interviewte mehrere gehörlose Teilnehmende. Der Beitrag ist voraussichtlich am Samstagabend 05. September 2026 ab 19 Uhr zu sehen, mit Untertiteln.

Link zu Telebärn

Mehr zum Berner Musikfestival

Bild: Victor Senn

Wenn das Bälliz für einen Tag die Gebärdensprache lernt

Mitten im Einkaufstrubel der Bälliz blieben Leute stehen, um nicht einzukaufen, sondern etwas Neues zu lernen: die ersten Zeichen der Gebärdensprache.

Das war am Samstag, 29. August 2026, in Thun. Beim Infostand war der ganze Vorstand des Gehörlosenvereins Alpina Thun dabei, dazu kamen weitere Helferinnen und Helfer. Am Stand gab es auch Schirmmützen, Einkaufstaschen und Sicherheitswesten mit dem Logo von Alpina Thun zu kaufen.

Präsident Marcel Turtschi freute sich über die Begegnungen. Passantinnen und Passanten blieben stehen, stellten Fragen, manche versuchten sich gleich an ihrer ersten Gebärde. Für einen Tag sprach die Bälliz mit den Händen.

Bild: Cyril Haudenschild. Von links: Fritz Salzmann, Beatrice Bärfuss, Hans-Rudolf Schumacher, Beat Ledermann, Marcel Turtschi, Ueli Wüthrich, Franziska Ledermann, Gabriela Hänggi, Cornelia Trummer, Franziska Tschabold, Cyril Haudenschild, Marcel Harster, Doris Harster

Cyril Haudenschild macht Musik in Gebärdensprache erlebbar

Kann man Musik sehen? Als Deaf Interpreter macht Cyril Haudenschild Konzerte in Gebärdensprache sichtbar, mit dem ganzen Körper, mit Mimik, mit einer Gebärdensprache, die lebt. Am Samstag, den 29. August 2026 erzählte er in der Sendung «Stiftung Denk an mich» auf Radio SRF 1 von seiner Arbeit. Und davon, wie sich ein Konzert aus gehörloser Perspektive anfühlt.

Cyril Haudenschild ist Präsident der Interessengemeinschaft Gehörlose und Hörbehinderte (IGGH). Am diesjährigen Musikfestival Bern steht er als Deaf Interpreter für die Produktion «Luminous Pulse» auf der Bühne. Er interpretiert das Konzert in Gebärdensprache, im Tandem mit der Dolmetscherin Janet Fiebelkorn. Wer den Rhythmus zusätzlich fühlen will, trägt eine Vibrationsweste oder hält einen Vibrationsball in der Hand.

Was macht ein Deaf Interpreter eigentlich?

Bei Cyril Haudenschild sieht das so aus. Janet Fiebelkorn dolmetscht ihm, was auf der Bühne gerade läuft: Inhalt, Rhythmus, Tempo und Ablauf. Er macht daraus, was das Publikum sieht: eine Gebärdensprache, die zum Konzert passt, ausdrucksstark und ganz natürlich. So arbeiten die meisten Deaf Interpreter bei kulturellen Veranstaltungen: im Tandem mit hörenden Dolmetschenden.

Interview zum Nachlesen: Transkript auf Schriftdeutsch

Interview zum Nachlesen: Transkript, Originalsprache

Link zu SRF1

Mehr zum Berner Musikfestival

Bild: Chasseurs d’orage, © Kristof Lemp, Musikfestival Bern; Transkript in Originalsprache: Angela Wagner, Stiftung Denk an mich; Transkript mit künstlicher Intelligenz auf Schriftdeutsch übersetzt.
Eine grosse Menschenmenge versammelt sich auf dem Bundesplatz in Bern vor einer Veranstaltungsbühne. Viele Teilnehmende halten die Hände in die Höhe. Auf der Bühne sind grosse Bildschirme und ein türkisfarbener Banner mit mehrsprachigen Slogans zu sehen. Im Hintergrund stehen die historischen Gebäude rund um den Bundesplatz. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck einer öffentlichen Kundgebung oder Veranstaltung zum Thema Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Umfrage: Politische Teilhabe stärken

Wer politisch mitreden und mitgestalten will, soll dies ohne unnötige Hürden tun können. Eine neue Umfrage der Universität Basel untersucht, welche Hindernisse Menschen mit Behinderungen in der Schweizer Politik erleben. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die politische Teilhabe gezielt zu verbessern.

Die Rückmeldungen fliessen in einen Bericht ein, der an politische Parteien weitergegeben wird. Damit soll aufgezeigt werden, wie Menschen mit Behinderungen stärker an politischen Entscheidungen teilhaben können. Für den Bericht ist die Masterstudentin Mirjam Kottmann verantwortlich.

Je mehr unterschiedliche Erfahrungen in die Umfrage einfliessen, desto aussagekräftiger wird das Bild. Die Umfrage kann deshalb auch im persönlichen Umfeld weitergegeben werden.

Umfrage für Betroffene und Angehörige

Bild: Einreichung der Inklusionsinitiative beim Bundeshaus, 10. Mai 2023

Jetzt mitwirken: Studie über den Zugang zu Selbsthilfegruppen

Wie finden Menschen mit einer chronischen Erkrankung den Weg zu einer Selbsthilfegruppe? Welche Hindernisse gibt es? Und was könnte den Zugang erleichtern? Diesen Fragen geht die Hochschule Luzern in einer neuen Studie nach.

Für die Studie werden Menschen mit Behinderungen oder Erkrankungen gesucht. Auch Angehörige und Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen können teilnehmen.

Die Ergebnisse sollen zeigen, welche Unterstützung auf dem Weg zu einer Selbsthilfegruppe hilfreich ist. Das Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.

Umfrage für Betroffene und Angehörige
Umfrage für Fachpersonen

Mehr Informationen zur Umfrage: Hochschule Luzern

Bild von Tyli Jura auf Pixabay

Sommerpause der IGGH-Geschäftsstelle

Wir sind ab Samstag, 11. Juli 2026, geschlossen. Ab Montag, 27. Juli 2026, sind wir wieder für Sie da.

Während dieser Zeit beantworten wir keine E-Mails und nehmen keine Telefonanrufe entgegen.

Wir wünschen allen eine schöne Sommerzeit.

Ihre IGGH-Geschäftsstelle

Kinderlager 2026 rund um Wilhelm Tell

Im Herbst 2026 geht es für Kinder ins Lager: Wilhelm Tell ist das Thema, und das Abenteuer findet im Jugend- und Ferienhaus Carmen in Seedorf statt. Vom 3. bis 10. Oktober 2026 organisieren die Schweizerische Vereinigung Eltern hörgeschädigter Kinder und der Schweizerische Gehörlosenbund SGB-FSS ein Programm mit Ausflügen, Wandern, Basteln und Spielen.

Mitmachen können gehörlose und schwerhörige Kinder, hörende Geschwister sowie CODA-Kinder von 7 bis 12 Jahren. Das Lager kostet CHF 330 inklusive Unterkunft, Vollpension und Aktivitäten.

Anmeldefrist: 28. August 2026

Weitere Informationen unter www.sgb-fss.ch

Mithilfe beim Versand vom IGGH-Kursprogramm gesucht

Wenn im Sitzungszimmer der Geschäftsstelle IGGH die Kuverts auf dem Tisch liegen, ist wieder Versandtag: Drei Mal im Jahr wird das Heft «Kurse Informationen Veranstaltungen» verschickt – jeweils Mitte Oktober, Mitte Februar und Mitte Juni.

Dafür sucht die IGGH mindestens zwei Helfende. Der Einsatz dauert sechs Stunden, mit Mittagspause und kleinen Zwischenpausen. Vorkenntnisse braucht es keine. Es wird einfach erklärt, was alles ins Kuvert gehört.

Für die Arbeit gibt es ein Honorar von CHF 25 pro Stunde. Auch die Reisespesen werden vergütet.

Interessiert? Victor Senn, Medien und Öffentlichkeitsarbeit IGGH, freut sich auf deine Kontaktaufnahme bis 1. August 2026:
victor.senn@nulliggh.ch