Am Freitagnachmittag, den 4. September 2026, füllte sich die Mansarde im Stadttheater Bern. Um 16.30 Uhr begann das Einführungsgespräch, eine halbe Stunde vor dem Konzert «Luminous Pulse».
Cyril Haudenschild stand vor dem Publikum. Er ist Deaf Interpreter und erklärte, was die Zuschauenden erwartet: Diese Vorführung lässt sich mit mehreren Sinnen erleben. Visuell, durch seine Gebärdensprache und durch wechselnde Licht-Stimmungen auf der Bühne. Am Körper, durch eine Vibrationsweste. Oder ganz ruhig, an einem der riesigen beleuchteten Bälle: zwei Meter im Durchmesser, zum Anlehnen gemacht, mit Vibrationen, die man spüren kann. Und wer will, hört vielleicht sogar etwas dazu.
Ein Blitz zischt durch den Raum. Urgewalten entladen sich in Bassvibrationen, so intensiv, dass sie einen fast vom Stuhl werfen. Dann werden die Töne sachte: Aus der Klarinette steigen suchende, leise Töne empor. Kaum sind sie da, deckt sie ein elektronischer Klangteppich schon wieder zu.
Auch ein Cello kann fauchen. Das zeigte die Cellistin eindrücklich, mit beleuchteten Bögen, die im Dunkel der Mansarde helle Spuren zogen. So spielten Klarinette, Cello und Klangmixer sich das Motto des diesjährigen Musikfestivals Bern zu: «Blitz».
Auch der Fernsehsender Telebärn war da. Das Team interviewte mehrere gehörlose Teilnehmende. Der Beitrag ist voraussichtlich am Samstagabend 05. September 2026 ab 19 Uhr zu sehen, mit Untertiteln.
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Bild: Victor Senn