Kann man Musik sehen? Als Deaf Interpreter macht Cyril Haudenschild Konzerte in Gebärdensprache sichtbar, mit dem ganzen Körper, mit Mimik, mit einer Gebärdensprache, die lebt. Am Samstag, den 29. August 2026 erzählte er in der Sendung «Stiftung Denk an mich» auf Radio SRF 1 von seiner Arbeit. Und davon, wie sich ein Konzert aus gehörloser Perspektive anfühlt.
Cyril Haudenschild ist Präsident der Interessengemeinschaft Gehörlose und Hörbehinderte (IGGH). Am diesjährigen Musikfestival Bern steht er als Deaf Interpreter für die Produktion «Luminous Pulse» auf der Bühne. Er interpretiert das Konzert in Gebärdensprache, im Tandem mit der Dolmetscherin Janet Fiebelkorn. Wer den Rhythmus zusätzlich fühlen will, trägt eine Vibrationsweste oder hält einen Vibrationsball in der Hand.
Was macht ein Deaf Interpreter eigentlich?
Bei Cyril Haudenschild sieht das so aus. Janet Fiebelkorn dolmetscht ihm, was auf der Bühne gerade läuft: Inhalt, Rhythmus, Tempo und Ablauf. Er macht daraus, was das Publikum sieht: eine Gebärdensprache, die zum Konzert passt, ausdrucksstark und ganz natürlich. So arbeiten die meisten Deaf Interpreter bei kulturellen Veranstaltungen: im Tandem mit hörenden Dolmetschenden.
Interview zum Nachlesen: Transkript auf Schriftdeutsch
Interview zum Nachlesen: Transkript, Originalsprache


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