Ab 5. Februar 2025 lanciert die Burgergemeinde Bern den Ideenwettbewerb «inspiration» im Kanton Bern. Gesucht werden innovative Ansätze, um den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Die Teilnahme ist niederschwellig – zwei Fragen genügen!
Sexualisierte Gewalt an gehörlosen Frauen in der Deutschschweiz ist ein unbekanntes Thema.
Die Studentin Anna Meier verfasst eine Bachelorarbeit zu diesem Thema an der Heilpädagogischen Hochschule in Zürich. Dazu erstellte sie eine anonyme Umfrage, bei der jede Frage durch ein Gebärdensprachvideo gestellt wird. Die Teilnahme an der Umfrage bietet Betroffenen eine Stimme und schafft dringend benötigte Sichtbarkeit.
Wer von sexueller Gewalt betroffen ist, kann sich an die Opferhilfe Schweiz wenden:
Weitere Informationen in Gebärdensprache unter www.opferhilfe-schweiz.ch
Gehörlose und hörbehinderte Menschen haben die Möglichkeit, sich aktiv an der Frauen-Fussball-Europameisterschaft zu beteiligen – und zwar als «Volunteer» mit offizieller Uniform. Dieser Grossanlass bietet nicht nur eine spannende Tätigkeit, sondern auch diverse Vergünstigungen wie kostenlose Mahlzeiten für alle Helfenden. Die Fussballspiele sind als inklusiver Anlass gestaltet, bei dem Menschen mit Hörbehinderung herzlich willkommen sind, mitzuwirken und Teil der Gemeinschaft zu sein.
Die Interessengemeinschaft Gehörlose und Hörbehinderte IGGH kooperiert dafür mit der Fachstelle Sport der Stadt Thun. Diese Fachstelle hat die Projektleitung zur WOMEN’S EURO 2025, Host City Thun.
Für Fragen steht Deborah Schranz zur Verfügung. Sie ist Projektleiterin der Fachstelle Sport, Stadt Thun: deborah.schranz@nullthun.ch.
Die neue Informationsplattform «Berner Freizeit barrierefrei» informiert über die Zugänglichkeit mit Piktogrammen.
Die Website verlinkt direkt zu den benötigten Informationen und weist auf die barrierefreie Zugänglichkeit von Angeboten der Partnerorganisationen und der Stadt hin. Jugendliche und Kinder mit Behinderungen oder ihre Eltern brauchen gewisse Informationen, um an einem Angebot teilnehmen zu können. Sie müssen beispielsweise wissen, ob ein Anlass in Gebärdensprache übersetzt wird.
Um gehörlosen Menschen den Zugang zu Informationen zu erleichtern, bietet die Stadt eine wachsende Sammlung von Erklärvideos in Deutschschweizer Gebärdensprache an. Bereits 26 verschiedene Themen werden behandelt – von Alltagsfragen über Sozialhilfe bis zur Abfallentsorgung. Die Videos sind direkt auf der Webseite der Stadt Bern verlinkt.
Informationen in Gebärdensprache unter www.bern.ch
Foto: Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen der Stadt Bern
Nach über einem Jahrzehnt als Präsident von Pro Audito Schweiz gibt Georg Simmen im Mai 2025 sein Amt weiter. Seit April 2024 ist Georg Simmen Regierungsrat für den Kanton Uri.
Im Rahmen der Nachfolgeregelung sucht der Dachverband eine engagierte Persönlichkeit für diese wichtige Rolle. Zu den Aufgaben gehören die strategische Ausrichtung, die Optimierung der Organisation sowie die repräsentative Vertretung gegenüber Politik, Bundesamt für Sozialversicherungen und anderen Institutionen. Ein spannendes Ehrenamt mit grosser Wirkung erwartet die passende Führungspersönlichkeit.
Stellenausschreibung unter www.pro-audito.ch
Foto: Pro Audito Schweiz
Unsere Welt ist momentan von Entzweiung und Abgrenzung geprägt. In meinem aktuellen Projekt möchte ich Brücken bauen – spielerisch, durch Improvisation und persönliche Erfahrungen. Es geht um Brücken zwischen Fremden und Bekannten, zwischen politischen Meinungen, Menschen mit und ohne Handicap, zwischen Jung und Alt.
Ein zentrales Thema des Theaterstücks ist die Gebärdensprache der gehörlosen Darstellenden, die eine visuelle Brücke schafft.
Das Ensemble besteht aus Menschen mit verschiedenen Hintergründen: aus Tunesien, Island, Finnland und Deutschland. Ein junger Mann, zwei Seniorinnen, eine Frau mit psychischem Handicap und nun ein bis zwei gehörlose Darstellende. Gemeinsam entwickeln wir eine spannende Geschichte und planen die Vorstellungen für März 2025.
Iris Minder, freischaffende Theaterautorin und -regisseurin, leitet ein eigenes Theateratelier in Grenchen. Sie freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme!
Das Wimmelbuch «Suriflo» begleitet ein Erdmännchen durch den abwechslungsreichen Alltag von Kindern mit Hörbeeinträchtigung.
Das Jubiläumsbuch der fünfzigjährigen Schweizerischen Vereinigung für Eltern hörgeschädigter Kinder SVEHK ist in Zusammenarbeit mit dem Illustrator und Globizeichner Walter Pfenninger entstanden. Es wimmelt vor kleinen Geschichten und Details. Die Geschichten können in allen Lautsprachen, in Gebärdensprache oder mit Ergänzter Laut-Sprache erzählt werden. Damit spricht das Buch Kinder mit und ohne Hörbeeinträchtigung an und lädt sie ein, die Bilderwelt spielerisch zu erkunden.
Mehr Informationen auf www.suriflo.ch.
Als Kursleitende am Standort Münchenbuchsee sind Sie ab Januar 2025 verantwortlich für die abwechslungsreiche Gestaltung des Turnkurses für Seniorinnen und Senioren. Kenntnisse in der Deutschschweizerischen Gebärdensprache oder Interesse, diese zu lernen, sind von Vorteil.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme bis am 15. Oktober 2024 an Brigitte Schökle, Geschäftsführerin IGGH, brigitte.schoekle@nulliggh.ch
Ein grandioser, historischer Moment war die Einreichung der Schachteln mit über 108’000 gesammelten Unterschriften für die Inklusionsinitiative. Der Verein für eine inklusive Schweiz organisierte den Anlass und stellte sicher, dass eine rollstuhlgerechte Rampe vor der Bundeskanzlei gebaut wurde, um die Unterschriften barrierefrei zu übergeben. Dabei skandierten die Teilnehmenden «In-klu-sion!»
Am Donnerstagnachmittag, 5. September 2024, versammelten sich über 1300 Mitwirkende auf dem Bundesplatz. Ihre Kleider in pink, gelb, hellblau und hellgrün sorgten für eine farbige Stimmung trotz des teilweise regnerischen Wetters. Gebärdensprachdolmetschende übersetzten die Reden von der Bühne, die auf der Leinwand mit Untertitelung gezeigt wurde. Eine induktive FM-Höranlage war im Einsatz.
Vertreter von Behindertenorganisationen betonten auf der Bühne die bestehenden Barrieren und fordern eine inklusive Schweiz und Gleichstellung für Menschen mit einer Behinderung. Unter anderem berichtete Fernanda Hintz-Falchi vom Schweizerischen Gehörlosenbund, dass sie im öffentlichen Verkehr Lautsprecherdurchsagen nicht versteht und im Spital die Übersetzung in Gebärdensprache fehlt.
Die Interessengemeinschaft Gehörlose und Hörbehinderte IGGH trug Plakate mit der Botschaft: „Jetzt handeln: Barrieren brechen, Inklusion leben, für eine faire Schweiz!“ Beat Ledermann, Mitglied Vorstand IGGH, trug eine Schachtel mit Unterschriften und übergab sie der Bundeskanzlei. Nun muss der Bundesrat die Initiative prüfen und eine Botschaft verfassen. Danach folgt die Volksabstimmung.
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- Dabei waren von links: Christoph Künzler, Präsident Pro Audito Bern, Andreas Fankhauser, Diakon der Gebärdenkirche Bern, Paul von Moos, Ehrenmitglied IGGH, Jeanne von Moos
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- Mitte: Marinus Spiller, Präsident Schweizerischer Gehörlosenbund SGB-FSS, Brigitte Schökle, Vorstandsmitglied SGB-FSS und Geschäftsführerin der IGGH
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- Sie prüfen die Plakate, ob sie dem Wind standhalten, von links: Victor Senn, Medien und Projekte IGGH, Beat Ledermann, Mitglied Vorstand IGGH
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- Sie schützen die Schachtel mit den Unterschriften vor dem Regen, von links: Anny Geisser, Beat Ledermann und Tanja Krebedünkel, Politisches Empowerment des Schweizerischen Gehörlosenbundes SGB-FSS
https://www.inklusions-initiative.ch/
Fotos und Video: Nicole Ledermann, Victor Senn, Madeleine Sigg, Michael Waser, Monique Wittwer
Kontakt
IGGH Interessengemeinschaft
Gehörlose und Hörbehinderte
Geschäftsstelle
Belpstrasse 26
3007 Bern
Telefon: 031 311 57 81
E-Mail: info@nulliggh.ch
Spenden-Konto:
IBAN CH32 0839 7016 4863 9930 1
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